Atemphysiologie
Jeden Tag atmen wir 20.000 Mal ein und aus und setzen 15.000 Liter Luft um. Die Lungen versorgen uns rund um die Uhr mit lebensnotwendigem Sauerstoff und transportieren den Sauerstoff ins Blut. Ohne Sauerstoff geht gar nichts - weder Menschen noch Tiere können überleben.
Für die Verbrennung von Nährstoffen und für die Energiegewinnung ist Sauerstoff die Grundvoraussetzung. Jeder kennt es, wenn der Atem stockt, Atemnot, sofort bricht Angst oder Panik aus, der Körper reagiert mit der gesteigerten Durchblutung der Muskulatur um instinkthaft zu fliehen. Der Atem wirkt auf die Psyche, Atemnot macht Angst, aber auch umgekehrt, die seelische Verfassung wirkt auf den Atem, ein Wohlgefühl lässt uns ruhig und tief Atmen.
Nasenatmung
Die Nasenatmung ist der Mundatmung vorzuziehen. Die Nasenschleimhaut filtert die meisten Staubpartikel, hier wird die eingeatmete Luft erwärmt und befeuchtet, Krankheitserreger werden auf dem Weg zur Lunge abgewehrt. Über das Riechen wird beurteilt was als bekömmlich oder unbekömmlich bewerten.
Die Nasenmuschel teilt die eingeatmete Luft in drei Atemströme auf und diese sorgen für eine optimale Belüftung der oberen, mittleren und unteren Lungen.
Lungenbläschen
Der Ort des Gasaustausch. Ihre dünnen gut durchbluteten Wände nehmen Sauerstoff aus der Atemluft auf und geben Kohlendioxid als Abfallprodukt der Nährstoffverbrennung ab. Die ca. 350 Millionen Lungenbläschen haben eine Fläche von ca. 80 qm.
Zwerchfell
Das Zwerchfell ist der Motor beim Ein- und Ausatmen und der wichtigste Muskelfür die innere Organmassage.
Kontrahiert das Zwerchfell senkt es sich ab, die Lungen füllen sich mit Luft. Gleichzeitig werden alle Bauchorgane nach unten, zur Seite und nach hinten gedrückt, das nehmen wir als Atembewegung wahr. Über die Füllung der Lunge mit Luft dehnt sich der Brustkorb ebenfalls dreidimensional aus, diese Bewegung setzt sich nach oben zum Kopf und in die Arme fort.
Entspannt sich das Zwerchfell, schwingt es in seine Ausgangslage zurück, die Lunge wird zusammengedrückt und der Ausatem wird entlassen. Auch der Bauch, der Brustkorb usw. schwingt zurück, wir werden wieder schmaler bis der neue Einatem die Innenräume wieder weitet.
So sind wir über unsere Atmung innerlich immer in Bewegung, vom Scheitel bis zur Sohle.


